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Ladeluftkühler-Tuning

- Leistung ist nicht alles -

Wenn man an einem Motor etwas verändert, dann in erster Linie, um mehr Leistung
herauszuholen. Irgendwann kommt man ins Grübeln.
"Meine Herren, jetzt habe ich eine Literleistung von knapp 130PS. Das ist viel. Wie verhält
sich das denn bei 35° C Außentemperatur?"
Und hier ist der Knackpunkt. Der serienmäßige Turbo im MiTo wird bei ca. 1000° C die Beine strecken.
Die Leistung, die man einmal erreicht hat, möchte man ungern drosseln. Auf der anderen Seite möchte
man auch nicht ewig ein Auge auf sämtliche Temperaturen haben und auch mal eine längere Strecke
mit 200km/h fahren.

Der Ansatzpunkt ist also: Wie senke ich die Temperatur aktiv im Motor?

Wichtig ist in erster Linie, für möglichst wenig Barrieren zu sorgen. Das gilt sowohl für die Ansaugung,
als auch für den Abgasstrang. Im Abgasstrang ist es einfach getan. Eine Abgasanlage, am Besten direkt ab Turbo
mit Sportkat, in größerem Innendurchmesser lässt die Abgase einfacher passieren. Hier bietet z.B. Ragazzon eine
Anlage mit 60mm Innendurchmesser an, die schonmal mit 1cm mehr Durchmesser als Serie aufwartet.

Auf der Ansaugseite wird es etwas komplizierter. Auch hier gilt grundsätzlich, Barrieren zu entfernen. Von diesen
gibt es aber zahlreiche. Aber hierzu später ein wenig mehr.

Einer, wenn nicht sogar der effektivste, der vielen Wege, die Temperatur im Motor zu senken, ist ein Ladeluftkühler.



Der serienmäßige Ladeluftkühler (LLK) hat folgende Abmessungen:


Die Stoßstange habe ich zum Zwecke des Ausmessens einmal abgenommen.



Hier sieht man die Ladeluftführung auf der Beifahrerseite:


Hier ist die Ladeluftführung auf der Fahrerseite:


Und hier der Luftsammler samt Montagemöglichkeiten:



Das Maximum, was ich mir als LLK-Größe vorstellen kann, ist folgendes:

Von Wiltec für ca. 100€ ein sehr ansprechendes Angebot:
http://shop.wiltec.info/product_info.php/info/p2635_Ladeluftkuehler---INTERCOOLER-No--006.html

Die einzigen Schläuche, die flexibel und somit leicht austauschbar sind, sind die Schläuche vor und nach dem LLK.

Beifahrerseite vor dem LLK ist ein 17cm 45° Bogen verbaut. Recht labberig dieser Schlauch.
Fahrerseite nach dem LLK ist ein 180° Schlauch mit insg. 61cm Länge verbaut, Radius ungefähr 10cm.

Alle anderen Schläuche sind aus Hartplastik und unflexibel. Aufgrund der vielen Anschlüsse an diesen Schläuchen halte ich einen Austausch für sinnlos.

In Italien gibt es noch einen Anbieter für ein Schlauchkit für den Grande Punto 1,4 Turbo.
Das dürfte passen. Sicher bin ich mir jedoch nicht, da es einige Unterschiede zum Abarth gibt.
http://lnx.protoxide.it/shop/product_info.php?cPath=41_100&products_id=883.

Durch den Ladeluftkühler sollte eine solide Temperatursenkung zu machen sein.
Je 10°C kälterer Ansaugluft ist mit einer Leistungssteigerung von ca. 3% zu rechnen.
Netter Nebeneffekt, doch wichtig ist erstmal, die Temperatur effektiv zu senken.

Um den Gegendruck auf der Ansaugseite (also komplett alles bis Drosselklappe) zu mindern,
gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Durch ein Schlauchkit wie oben werden unnötige Grate
und Windungen vermieden. So werden auch Luftverwirbelungen verhindert.
Durch Austausch des Luftfilters kann man für eine optimale Luftmenge sorgen.
Hier gibt es für alle Alfa MiTo / Grande Punto Abarth einen Tauschfilter von bekannten Marken
wie K&N und BMC.
Wer etwas mehr locker macht, kann sich eine BMC Airbox aus Carbon zulegen, die bei geeigneter
Luftzufuhr die Luftführung noch weiter verbessert.

Eine weitere Möglichkeit ist die Erweiterung des Ansaugöffnungen im Luftfilterkasten.


An der Seite, die zur Beifahrer-Fahrzeugaussenseite, habe ich ein 60mm und ein 40mm-Loch gebohrt.

Einigen Berichten in dem Abarth-Forum zu schließen bleibt der Ladedruck so ca. 500 Umdr./Min. länger stabil.
Es ist tatsächlich eine Veränderung festzustellen.

1. die Verzögerung von Gaspedaltritt und Schub hat sich deutlich verringert (ca. halbiert)
2. der Schub hält länger an

Ich schalte nach Gefühl und Gehör, nicht nach Drehzahlmesser. Ab und zu werfe ich mal einen Blick darauf. Vor der Aktion habe ich spätestens bei 5.500 den Gang gewechselt. Nun macht es durchaus bis 6.000 Spass.

Klanglich kann ich nur geringe Änderungen feststellen. Der Auspuff ist im Fauchen etwas leiser geworden, gibt dafür einen sonoreren Klang von sich. Aber die Änderungen sind hier nur klein.

Nach und nach werde ich hier weiter in das Thema einsteigen.
Dann behandlie ich noch Dinge wie Wasseraufspritzung und Wasser-/Ethanoleinspritzung.
STAY TUNED...